Tübingen-Stadtrallye – was geht da ab?

Die Klasse 6c der Realschule Plochingen wollte mal nicht Stocherkahn fahren, sondern am 27. 5. 11 die schöne Universitätsstadt anders als sonst erleben. Das Wetter spielte auch mit: Es begann genau dann zu regnen, als alle wieder zurück waren.
In 4 Stationen: Schloss, Rathaus, Stiftskirche und Stift durften die Schüler in Gruppen erkunden, was es da so herauszu-bekommen gab. Dazu mussten sie die Leute in der Stadt befragen und je nachdem, auf wen man traf, kamen dann sehr lustige oder auch manchmal sogar richtige Antworten aufs Papier, denn jeder Befragte wusste natürlich genauestens Bescheid. Der Bürgermeister heißt angeblich Boris Palme, die Stiftskirche war schon immer katholisch, weil ja ein Hahn obendrauf ist und es soll wohl auch mehr Studenten als Bürger in der Stadt geben.
Da hatte auch unsere Stadtführerin ihren Spaß: Nein, der Bürgermeister heißt Boris Palmer; das mit dem Hahn ist zwar schon richtig, aber es deutet auf evangelisch, nicht auf katholisch hin (was ist da eigentlich der Unterschied? Na ja, das soll euch euer Lehrer dann im Unterricht sagen!) und die Stadt hat nur halb so viele Studenten wie Einwohner – immerhin! In den Fledermausturm des Schlosses, wo ein riesiges altes Fass Tausende Fledermäuse beherbergt, die nicht gestört werden dürfen, durfte man leider nur hineinriechen: „Iiiiih, wie das stinkt! Da will ich gar nicht rein!“
Lustig fanden die Schüler auch, dass die Studenten im Stift im Alltag lateinisch sprechen mussten, das hörte sich schon komisch an, denn alle fanden, dass schon Hochdeutsch eine klare Überforderung darstellte; in den nächsten Minuten durfte nämlich jeder mit jedem nur so, also gestelztes Hochdeutsch reden. Das Gefühl, nun etwas Höherwertigeres zu sein, blieb allerdings „außen vor“.
Dadurch, dass die Schüler in die Stadtführung derart mit einbezogen wurden und nicht nur passiv zuhören mussten, „kam schon mehr rüber“ als sonst bei Stadtführungen. Die Fragebogen waren auf die Stadtführung ausgerichtet, welche die Schüler erst mal selber durchführten und dadurch zu „Experten“ wurden.
Ohne ein Eis am Schluss geht natürlich gar nichts und eine Stunde Shoppen, um lustige T-Shirts oder bunte Lamellen-Bällchen zu kaufen, muss das Ganze abrunden, sonst würde die Zufriedenheit schon dramatisch sinken.
Ein Dankeschön am Schluss an Frau Kull, die das Ganze als „alte“ Tübingen-Expertin prima organisiert hatte, wäre allerdings zu viel verlangt gewesen. Die Lehrer waren zufrieden, dass alles so harmonisch verlief.
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